Einstieg – Stillstand als Startpunkt
Manchmal entstehen neue Ideen nicht aus Überfluss, sondern aus Stillstand.
In meinem Fall: eine Fußverletzung, die mich in den vergangenen Wochen deutlich ausgebremst hat. Weniger unterwegs, weniger Termine, weniger „machen“. Dafür mehr Zeit. Zeit zum Nachdenken. Zeit zum Ausprobieren. Und irgendwann auch Zeit, der eigenen Kreativität wieder etwas Raum zu geben.
So bin ich – eher zufällig – tiefer in das Thema KI-gestützte Bilderstellung eingestiegen.
Nicht aus einem strategischen Plan heraus, sondern aus Neugier. Und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen aus Langeweile.
Vom Foto zur Fantasie – was heute schon möglich ist
Ich habe in den letzten Wochen mit ganz unterschiedlichen KI-Bild-Apps experimentiert. Manche versprechen schnelle Ergebnisse, andere setzen stärker auf Details, wieder andere leben von Stilfiltern oder gezielten Textbeschreibungen (Prompts).
Ein paar Beispiele, mit denen ich gespielt habe:
- klassische Porträts, realistisch oder stark stilisiert
- dramatische Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit Regen, Kontrast und Emotion
- verspielte Cartoon- und Illustrationsstile, etwa für Grußkarten
- komplett unrealistische Szenen, die man so nie fotografieren könnte
Was mich dabei am meisten überrascht hat:
Technik ist zweitrangig – die Idee zählt
Nicht die Technik steht im Vordergrund, sondern die Idee. Je klarer die Vorstellung im Kopf – Stimmung, Licht, Perspektive – desto besser wird am Ende auch das Ergebnis.
Wenn du künftig keine Kreation verpassen möchtest, empfehle ich dir, mir ein Follow bei Instagram zu gönnen: KI-Bildwelten
Zwischen Faszination und Skepsis
Natürlich ist nicht alles perfekt. Manche Ergebnisse wirken fast schon unheimlich gut, andere wiederum… na ja, sagen wir: kreativ interpretiert. Irgendwo zwischen Wow-Effekt und Stirnrunzeln.
Gesichter sind ein sensibles Thema. Kleine Abweichungen fallen sofort auf. Auch Hände bleiben ein Klassiker, bei dem KI gerne mal „frei gestaltet“. Aber: Die Entwicklung ist rasant. Dinge, die vor wenigen Monaten noch holprig wirkten, sind heute erstaunlich präzise.
Gerade bei Stilfragen spielt KI ihre Stärke aus:
Weihnachtlich, cineastisch, retro, comicartig, düster, freundlich – alles eine Frage weniger Worte.
KI als Werkzeug – nicht als Ersatz
Was mir wichtig ist:
KI ersetzt keine Kreativität. Sie verstärkt sie – oder entlarvt, wenn man selbst keine klare Idee hat.
Am Ende entscheide immer noch ich:
- Welches Bild passt zu mir?
- Welche Stimmung will ich transportieren?
- Wo ist weniger mehr?
Gerade im öffentlichen Raum – im Blog, in sozialen Medien oder auch in der politischen Kommunikation – stellt sich die Frage nach Maß und Verantwortung.
Fazit – was bleibt
Mein Fazit nach den ersten Wochen
Die erzwungene Ruhe durch meine Fußverletzung war sicher kein Wunschzustand. Aber sie hatte einen positiven Nebeneffekt:
Ich habe mir Zeit genommen, Neues auszuprobieren – ohne Druck, ohne Zielvorgabe.
KI-Bilderstellung ist für mich kein Spielzeug mehr, sondern ein kreatives Werkzeug, das ich künftig gezielt einsetzen werde. Nicht überall. Nicht immer. Aber dort, wo es passt.
Und das Beste:
Man lernt mit jedem Bild dazu.
Dieser Artikel ist bewusst persönlich und explorativ gehalten.
In weiteren Beiträgen werde ich mich auch mit den kritischen Seiten von KI-Bildern beschäftigen – etwa mit Fragen zu Authentizität, Manipulation, Urheberrecht und Verantwortung.
Das folgt in einem der nächsten Artikel.
Wie stehst du zur Nutzung von KI bei Bildern und Kreativität? Mich interessiert deine Meinung: Faszination, Skepsis oder beides?
Schreib mir gerne in die Kommentare.