Ein bewusster Schritt

Wie es für mich weitergeht

Die Entscheidung selbst ist schon vor einigen Wochen gefallen.
Die Monate davor waren eher dafür da, mich zu orientieren, Dinge für mich einzuordnen und in Ruhe zu schauen, in welche Richtung es gehen soll.

Die letzten knapp sieben Jahre bei Lidl waren intensiv. Das war nichts, was man einfach so nebenbei macht. Es war nah am Tagesgeschäft, nah an den Menschen und oft sehr direkt. Entscheidungen wurden nicht lange aufgeschoben, sondern getroffen. Genau diese Arbeitsweise liegt mir und hat mich in dieser Zeit ein gutes Stück weitergebracht.  „Ein bewusster Schritt“ weiterlesen

Genau dazwischen

Zwei Welten. Und genau das macht den Unterschied

In letzter Zeit stolpere ich im Netz und Social Media immer häufiger über Beiträge zu Generationen. Babyboomer hier, Generation X da, Millennials sowieso. Jeder erklärt, wie die anderen ticken, was sie antreibt und warum sie so sind, wie sie sind. Ich habe mich irgendwann gefragt, was das eigentlich für mich bedeutet. Und vielleicht auch für dich, wenn du aus einem ähnlichen Jahrgang kommst.

Formal gehöre ich zur Generation X (1965–1980). Davor liegen die Babyboomer (1946–1964), danach die Generation Y, also die Millennials (1981–1996). Klingt erstmal nach sauberer Einordnung, fühlt sich aber nicht so eindeutig an.

Wenn du in den späten 70ern geboren bist, dann weißt du genau, was ich meine. Wir sind ohne Internet aufgewachsen. Telefon mit Wählscheibe oder später mit Tasten, dieses typische Klingeln, das durch die ganze Wohnung ging. Verabredungen ohne Sicherheitsnetz. Wenn du nicht da warst, warst du weg. Punkt. Und dann kam irgendwann das Internet. 56k-Modem, dieses Geräusch beim Einwählen, und der Satz „Kannst du bitte kurz nicht telefonieren, ich bin gerade drin“. „Bin ich da schon drin?“ war plötzlich mehr als nur Werbung. „Genau dazwischen“ weiterlesen

Die Macken der Kunden

Situationen, die jeder Händler kennt

In meinem letzten Beitrag ging es um die verschiedenen Kundentypen, welche wir täglich bei uns im Discounter und im Einzelhandel allgemein begrüßen dürfen. 
Als ich den Beitrag in einer Facebook-Verkäufer-Gruppe geteilt habe, kam die Anregung, zusätzlich einzelne Situationen mit Kunden, die immer wieder vorkommen, zu beschreiben. Also seht diesen Artikel als kleine, detailreichere Ergänzung zum vorherigen Beitrag.
Wer nicht mindestens die Hälfte der Situationen schon erlebt hat, hat wohl nie im Einzelhandel gearbeitet … Und für alle, die es nicht glauben: Die folgenden beschriebenen Szenen passieren, in kleinerem oder größerem Ausmaß, täglich!

Hilflosigkeit

Beschreibt meistens das Gefühl von Männern, die ohne ihre Frauen aufgeschmissen sind.
Schon wenn sie den Laden betreten, halten sie den Einkaufszettel fest in ihrer Hand und setzen den hilflosen Dackelblick auf.
Meist wird unverzüglich gefragt, wo dieser oder jener Artikel steht, ohne auch nur den Versuch gestartet zu haben, sich selbst umzuschauen und sich auch nur ein wenig zu bemühen. Nach spätestens drei Artikeln frage ich mich (und meinen Kolleginnen und Kollegen geht es meist ebenso), ob es nicht einfacher und schneller wäre, dem Kunden den kompletten Einkaufszettel abzuarbeiten.
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Kundentypen im Einzelhandel

…und welcher Typ bist du?

Mitarbeiter im Einzelhandel haben täglich mit den unterschiedlichsten Kundenarten zu tun. Dies kann wundervoll sein, interessant, spaßig, aber auch anstrengend und nervtötend.
Eine Auswahl von Kundentypen im Einzelhandel möchte ich in diesem Artikel zusammenfassen. Vorab muss ich ansprechen, dass sich ein großer Teil der Kunden nicht in eine Kategorie einordnen lässt, sondern vielmehr Aspekte aus den verschiedenen Typen ineinander vereint. 
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Kennt jede/r im Einzelhandel

Meine Top10 der „seltensten“ Kunden-Aussagen.

Hier mein erster Beitrag der Kategorie „TOP10″… Heute zu Phrasen von Kundinnen und Kunden, die jede/r Beschäftigte im Einzelhandel kennt. Wer  nicht mindestens 7 von 10 schonmal gehört hat, ist noch nicht lange genug im Handel tätig. 

1. „Da steht kein Preis dran. Dann ist das sicher umsonst.“

Leider passiert es immer mal wieder, dass mal ein Preisschild abgenommen werden musste, weil sich der Preis nach oben oder unten verändert hat und das neue Schild noch nicht da ist. Auch kann es vorkommen, dass eine falsche Programmierung der Software vorliegt und der Artikel nicht über den Kassenscanner geht. Aber nein, in beiden Fällen ist der Artikel nicht umsonst.
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Nachhaltigkeit und Einkaufs-Verhalten

Widerspruch von Worten und Taten ist täglich sichtbar.

Im heutigen, ersten Beitrag über meine Erlebnisse im Discounter, geht es um ein mir sehr wichtiges Thema, denn ich verstehe das Verhalten von manchen Menschen nicht. Alle Welt redet von Nachhaltigkeit, man möchte keine Lebensmittelverschwendung und dennoch erleben wir im Handel tagtäglich absolutes Fehlverhalten und Respektlosigkeit gegenüber von Lebensmitteln. 

Mit diesem Beitrag möchte ich auf drei konkrete Beispiele eingehen, welche wir täglich, teilweise mehrfach erleben und die immer wieder Kopfschütteln bei meinen KollegInnen und mir auslösen.
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